Gold und Metalle: Wohin geht der Trend?

Das böse Wort der „Dienstmädchenhausse“ machte in den vergangenen Tagen am Goldmarkt die Runde. Der Anstieg des Goldpreises sei vor allem auf Käufe privater Anleger zurück zu führen, wurde von Marktbeobachtern erklärend für den deutlichen Anstieg des Feinunzenpreises ins Feld geführt. Profis hätten sich dagegen eher aus dem Markt verabschiedet. Dass die Profis damit richtig liegen, ist keineswegs sicher. Fundamentale Gründe für weiter steigende Goldpreise sind jedenfalls vorhanden: Steigende Inflationsraten, noch unklare politische Konsequenzen aus dem Konf likt in Georgien und rückläufige Produktionsraten,
um nur einige zu nennen. Auch die Dollarentwicklung wird weiter eine wichtige „Zutat“ zum Goldkurs bleiben. Marktbeobachter gehen davon aus, dass eine Schwäche des US-Dollars den Goldpreis stützen wird.
Hinter dem großen Bruder Gold haben es andere Metalle schwer, sich in Szene zu setzen. Sie bleiben am Markt oft unbeobachtet. Nichts desto trotz sollten Anleger auch immer mal wieder einen Blick
in Richtung anderer Metallpreise werfen. An der Börse und außerbörslich wird eine ganze Reihe weiterer Metalle gehandelt, zum Beispiel bekannte Vertreter wie Silber und Kupfer, aber auch seltene Vertreter
aus der Sparte der Übergangsmetalle wie Molybdän oder Rhenium. Viele Metalle sind wesentlich stärker von
Konjunkturzyklen und damit von Angebot und Nachfrage abhängig als das Spekulationsobjekt Gold. Dennoch sehen Experten, vor allem aufgrund des Rohstoffhungers aus aufstrebenden Staaten wie China und
Indien, hier langfristig fundamental gute Gründe für weitere Preisanstiege – kurzfristige auch heftigere Kurskorrekturen inklusive.

0 Antworten zu „Gold und Metalle: Wohin geht der Trend?“



  1. Noch keine Kommentare

Eine Antwort schreiben